Unser Polsterwiki
Hier finden Sie interessante Begriffe rund um das Thema "Polsterei". Sie erhalten Erklärungen für das Fachchinesisch, damit Sie uns im Gespräch auf Augenhöhe begegnen.
- Biese: Ein Abnäher. entweder nicht sichtbar, (man erkennt nur eine Naht) oder als kleine Rolle sichtbar.
- Blindnaht: Abschlusselement bei Spannteilen (Rückseiten und Seitenteile außen) Sieht aus wie ein Keder.
- Dekofranse: Leichtes Abschlusselement für barocke Möbel oder wo es gefällt.
- Doppelkeder: Alternative zur Gimpe.
- Fasson: beschreibt eine Form des Polsters traditionell ist die Fasson meist aus Afric und Fassonleinen (Jute) als Formgebung für eine Schnürung gearbeitet.
- Federkern: Hauptfederelement in Kissen oder Matratzen oder Hochpolstern.
- Federkorb: Alternative zur Schnürung bei Flachpolstern (Stuhlsitzen).
- Gimpe: Kleines ca. 1cm breites Dekoband. Wird als Abdeckung im Randbereich für Sichtholzpolsterungen verwendet.
- Housse: Eine Lose Hülle welche meist nur durch Klettbänder an dem Polsterstück befestigt ist. Vorteil: leicht zu reinigen/ waschen. "Nachteil": legeres aussehen.
- Inlett/ Einschütte: spezieller dichter Stoff für Daunenkisseninnenleben um Federn am austreten zu hindern.
- Kappnaht oder Koffernaht: Die unter dem Stoff liegende Nähfahne wird auf eine Seite gelegt und sichtbar übersteppt und dient als kantenschmuck und Stabilisierung der Naht.
- Keder: eine mit Stoff umnähte Kordel (Docht) wird zur Nahtverzierung eingearbeitet und verdeckt dadurch die Naht.
- Kordel: Ein Kantenschmuck ähnlich des Keders. Gerne auch als Schnürbänder für Kissen verwendet.
- Latex: Naturschaumstoff aus Kautschuk und Schwefel hergestellter Schaum.
- Marabu: etwas aus der Mode gekommener Kantenschmuck oder Gimpenersatz.
- Pikierung: Feinpolsterung als spürbarer Abschluss. Heute meist aus Schaum ist sie früher oder bei Stielechten Polstern aus Rosshaar oder anderen feinen Polstermaterialien (Rehhaar, Werk o.ä.).
- Polsterwatte: Faserfilz dicht und nur für grobere Arbeiten zu verwenden.
- Schabracke oder Voilant: Modernes Abschlusselement an Sessel und Sofas, verspielte Variante Faltenröckchen.
- Schaumstoff: Geschäumter Kunststoff, Qualität wird in Raumgewicht und Stauchhärte angegeben. Meistens nur Raumgewicht. Varanten Kaltschaum (chemische Schäumung) und Normalschaum (thermische Schäumung).
- Schnittfranse: Kantenschmuck oder als opulenter Ersatz für Keder.
- Schnürung: Älteste hochwertige Polsterform. Eine Polsterung aus reiner Handarbeit. Seit die Technik der Stahlherstellung in der Lage war federndes Eisen herzustellen, ist auch die Polsterei mit dieser Errungenschaft bereichert. erste Federn wurden 1860 zum Patent angemeldet und der "alte Fritz" hatte sie auch schon um 1870 in seinem Sessel. Grundlegend unterscheidet sich die Schnürung nur in französische oder deutsche Schnürung, Die deutsche Schnürung wird auch als Matratzenschnürung bezeichnet und ist eigentlich für Federreihen mit mehr als 5 Federn in der Tiefe gedacht. Auffällig ist hierbei die Zwischenschnürung deren Fäden diagonal zur Sitzkante verlaufen. Hierdurch wird jede Feder 8 mal mit einer Nachbarfeder verbunden was eine bessere Belastungsverteilung zur Folge hat.
- Stängelfranse: Unteres Abschlusselement um die Füße eines Sofas oder Sessels zu verdecken.
- Ziernägel, Beschlagen: Als alternative oder besser noch als Ergänzung zur Gimpe.
- Watte: Vlies oder Filz aus leichtem Fasermaterial.
